Im Rewilding-Projekt Oostvaardersplassen in den Niederlanden wurde der Natur die Freiheit gegeben, sich selbst zu regulieren, nachdem das Gebiet zuvor für die Industrie vorgesehen war. Die Einführung von 32 Heckrindern, 18 Konikpferden und 44 Stück Rotwild sollte das Grasland erhalten; jedoch führte die steigende Wildtierpopulation zu Nahrungsmangel und Krankheiten, was 2005 zum Tod von über 600 Tieren führte. Seit 2018 werden Managementmaßnahmen ergriffen, um den Zustand der Tiere zu überwachen und überzählige Bestände zu regulieren, was zu einer gesünderen Artenvielfalt im Gebiet geführt hat.
Was heißt das für Jäger? Das Projekt verdeutlicht, dass eine passive Herangehensweise in Kulturlandschaften unhaltbar ist. Eine gezielte Jagd wird als notwendig erachtet, um die Lebensraumkapazitäten zu erhalten und eine artgerechte Lebensweise für die Tiere zu fördern.