Im Sommer ist Paarungszeit beim Steinmarder. Zu dieser Jahreszeit häufen sich die Marderschäden an Auto und Haus, erklärt der Deutsche Jagdverband (DJV). Der Steinmarder, auch bekannt als Automarder, ist in Berlin besonders häufig anzutreffen. Die Tiere nutzen Dachböden, Garagen und Motorräume als Unterschlupf oder Speisekammer und verursachen dabei teure Schäden durch Nahrungsreste im Motorraum, Kratzgeräusche auf dem Dachboden oder unangenehme Gerüche. Die Raubtiere reagieren besonders aggressiv, wenn sie die Duftspur eines Artgenossen riechen, etwa in einem Auto. Zerbissene Kabel im Motorraum sind ein typisches Ergebnis dieser Aggression. Auch außerhalb der Paarungszeit verursachen Marder nächtlichen Lärm oder üble Gerüche auf dem Dachboden. Der DJV erklärt, wie sich Verbraucher wirksam schützen können. Autos von Pendlern sind besonders gefährdet, da sie oft ihr Auto in fremden Marderrevieren parken. Früh reagieren kann sparen: Typische Hinweise auf einen Marderbesuch sind Nahrungsreste im Motorraum, Kratzgeräusche auf dem Dachboden oder unangenehme Gerüche. Sicher parken bietet den besten Schutz vor Beißattacken des Steinmarders: Eine geschlossene Garage ist ideal. Wer draußen parkt, kann mit welligem Maschendraht (Kükendraht) unter dem Motorraum den Zugang für den Marder erschweren. Anti-Marder-Sprays im Motorraum oder Marderschutzsysteme mit elektrischen Impulsen und Ultraschallgeräten können Schäden verhindern. Zugänge zum Haus sollten ebenfalls verschlossen werden: Fassadenbegrünung zurückschneiden, Rankgitter so montieren, dass Marder nicht aufs Dach gelangen, und Baumäste mindestens vier Meter Abstand zur Dachfläche haben. Einschlupflöcher im Haus können mit gelochtem Blech verschlossen werden, um das Eindringen von Tieren zu verhindern. Aufstieg verhindern: Baumstämme lassen sich mit glatten Metallmanschetten sichern, um das Hochklettern zu verhindern. Nahrungsquellen wie offene Komposthaufen oder frei zugängliche Futternäpfe locken Marder an. Deshalb ist es wichtig, Kompost abzudecken und Tierfutter über Nacht ins Haus zu räumen.