Der Wolf hat sich seit den späten 1990er Jahren in Deutschland etabliert und wird ab 2025 von einem „streng geschützten“ zu einem „geschützten“ Status herabgesetzt. Diese Änderung eröffnet den EU-Staaten neue Handlungsmöglichkeiten im Wolfsmanagement, was auch in Deutschland 2026 durch die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz verstärkt wird. Studien zeigen, dass unterschiedliche Akteure wie Jägerschaft, Landwirtschaft und Naturschutz jeweils eigene Perspektiven und Erwartungen an das Management haben, wobei ein praxisnäherer Umgang gefordert wird.
Was heißt das für Jäger? Jäger fordern eine frühzeitige Einbindung in die Entwicklung von Managementstrategien, um ihre Erfahrungen vor Ort einzubringen. Die Veränderungen im Wolfsmanagement erfordern abgestimmte Maßnahmen, um sowohl ökologischen als auch wirtschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden. Ein funktionierendes Wolfsmanagement sollte nicht nur auf Schutz oder Regulierungen basieren, sondern auch auf verlässlichen Daten und der Zusammenarbeit aller betroffenen Akteure.