Der jüngste Bericht über den Verbiss von jungen Bäumen durch Schalenwild zeigt, dass insbesondere Laubbäume wie Ahorn, Eiche und Esche sowie Nadelbäume wie die Tanne stark betroffen sind. In der vierten Bundeswaldinventur 2022 wurde deutlich, dass fast 34 Prozent der Ahorn-Pflanzen, rund 31 Prozent der Eschen und jede vierte Eiche vom Verbiss betroffen sind. Im Gegensatz dazu bleiben Fichte und Kiefer im Allgemeinen verschont. Diese Präferenzen können das Wachstum und die Entwicklung klimaresilienter Mischbestände erheblich beeinträchtigen.
Was heißt das für Jäger? Die starken Auswirkungen des Wildverbisses, insbesondere auf Mischbaumarten, erfordern von Jägern besondere Beachtung bei der Hege und der Forstwirtschaft. Effektive Schutzmaßnahmen, wie z.B. Wuchshüllen, können notwendig werden, um die Verjüngung der Wälder zu sichern. Jäger sind daher gefordert, aktiv zur Verminderung des Verbissdrucks beizutragen.