Das Bundesministerium des Innern führt aktuell eine umfassende Evaluierung des deutschen Waffenrechts durch. Im Rahmen dieses Prozesses steht ein umfassender Fragebogen zur fachlichen Stellungnahme bereit, der verschiedene Aspekte des Waffenrechts beleuchtet. Besonders wichtig ist dabei die aktive Teilnahme der angeschlossenen Jägervereinigungen, die ihre Sichtweisen und Erfahrungen einbringen sollen.
Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat bereits mit der Auswertung des Fragebogens begonnen und betrachtet dabei nicht nur die direkt jagdlich relevanten Aspekte, sondern auch das Gesetz in seiner Gesamtheit. Die Bewertung umfasst Kriterien wie Rechtssicherheit, Praxistauglichkeit, Verhältnismäßigkeit, Verwaltungsaufwand und den tatsächlichen Sicherheitsgewinn, den die Regelungen bieten.
Die Jägervereinigungen sind aufgefordert, sich mit den für sie relevanten Themen auseinanderzusetzen und konkrete Stellungnahmen zu den verschiedenen Fragen vorzulegen. Es ist nicht notwendig, den gesamten Fragebogen auszufüllen; vielmehr können sich die Rückmeldungen auf spezifische Themen oder Fragen beziehen, zu denen die jeweiligen Vereinigungen besonders qualifizierte Meinungen oder Erfahrungen haben.
Der BJV plant, die eingehenden Rückmeldungen zu prüfen und, sofern fachlich sinnvoll, in die weitere Bearbeitung des Fragebogens für das Bundesministerium des Innern einzubeziehen. So soll ein breiter Erfahrungs- und Meinungsbildungsprozess im Hinblick auf die jagdliche Praxis stattfinden, um zusätzliche Argumente und Perspektiven in das Evaluierungsverfahren einzubringen.
Die Frist für die Rückmeldungen wurde auf den 14. September 2026 festgelegt. Die Antworten werden direkt vom Rechtsausschuss des BJV entgegengenommen. Eine weitergehende Diskussion oder Erörterung der eingereichten Stellungnahmen ist nicht vorgesehen, um den Rahmen des Evaluierungsprozesses nicht zu sprengen.
Interessierte Jagdvereinigungen können den Fragebogen aus dem bereitgestellten Download-Link anfordern. Der Bayerische Jagdverband bedankt sich im Voraus für die engagierte Beteiligung an diesem bedeutenden Evaluierungsprozess und sieht die Einbindung der praktischen Erfahrungen als Schlüssel zur Optimierung des Waffenrechts an.