In Deutschland hat die Anzahl der durch Wölfe getöteten, verletzten oder vermissten Nutztiere in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Von 737 Tieren im Jahr 2015 ist diese Zahl bis 2025 auf 3.783 gestiegen, was einem Anstieg von 413 Prozent entspricht. Besonders betroffen sind Schafe, die mit 3.167 Fällen den Großteil ausmachen. Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen sind die am stärksten betroffenen Bundesländer. Zudem wurden Wolfsrisse auch in Regionen ohne ansässige Wolfspopulationen gemeldet, darunter das Saarland sowie Bremen und Hamburg.

Was heißt das für Jäger? Diese Zunahme der Wolfsrisse hat signifikante Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Tierhaltung und könnte auch die Jagdpraxis beeinflussen. Jäger sehen sich möglicherweise mit einer erhöhten Verantwortung konfrontiert, wenn es um das Management von Wildtierbeständen und den Schutz von Weidetieren geht.