Eine wegweisende Entwicklung für die Jagdhundausbildung hat ihren Ursprung im Kanton Aargau: Die vom Aargauer Jagdverband (JAGDAARGAU) entwickelte Prüfungsordnung für Erdhunde wird in Zukunft als nationaler Standard in der gesamten Schweiz gelten. Die sogenannte Naturleistungstest-Prüfung, die im Januar 2026 in Kraft trat, wurde von den nationalen Dachverbänden Technische Kommission für das Jagdhundewesen (TKJ) und Arbeitsgemeinschaft für das Jagdhundewesen (AGJ) anerkannt.

Diese neue Prüfungsordnung stellt sicher, dass die speziell ausgebildeten kleinen Hunderassen, wie Dackel und Terrier, unter realistischen Bedingungen die Fähigkeit zur Baujagd nachweisen können. Ziel ist es, Füchse oder Dachse in ihren unterirdischen Bauten aufzuspüren. Der zentrale Vorteil dieses neuen Reglements liegt in der tierschutzgerechten Prüfung der Hunde, die nun direkt in der freien Natur erfolgt. Zuvor waren viele Prüfungen auf künstlich angelegten Tunnelsystemen (Schliefenanlagen) basiert, die in der Schweiz nicht verfügbar sind, was eine praxisnahe Ausbildung erschwerte.

Thomas Laube, Delegierter für das Jagdhundewesen bei JAGDAARGAU, hebt die Bedeutung der Anerkennung durch die nationalen Verbände hervor: "Das ist eine große Ehre und ein noch größerer Vertrauensbeweis der AGJ/TKJ für JAGDAARGAU. Wir waren der Zeit voraus, visionär im Denken und Handeln. Es macht mich stolz, Teil dieser Entwicklung zu sein." Diese Aussage verdeutlicht den Innovationsgeist, der dem Aargauer Konzept zugrunde liegt, und würdigt den unermüdlichen Einsatz der Jagdhundekommission.

Gerhard Wenzinger, Präsident des Aargauer Jagdverbandes, lobt den Erfolg und die Verdienste der Jagdhundekommission: „Ihr habt einmal mehr JAGDAARGAU auch auf nationaler Ebene Ehre gemacht. Ihr dürft zu Recht darauf stolz sein! Weidmannsdank für euren unermüdlichen Einsatz.“ Durch die Einführung des Naturleistungstests haben die Verantwortlichen nicht nur einen Standard geschaffen, der den Bedürfnissen der Praxis entspricht, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zum Tierschutz geleistet.

Die neue Prüfungsordnung fördert eine fachgerechte Hundeausbildung, die in der gesamten Schweiz gelten wird. Dieses Regelwerk könnte in Zukunft die Grundlage für die Ausbildung von Jagdhunden in der Schweiz prägen und stellt somit einen signifikanten Fortschritt in der Jagdhundepolitik dar. Zukünftige Generationen von Jägern und ihren Hunden werden von diesen Entwicklungen profitieren und eine höhere Qualität in der Ausbildung erleben.