In der Region Großarl sind mehrere Hirsche mit Ohrmarken aufgetaucht, was in der lokalen Jägerschaft zu Spekulationen über ihre Herkunft geführt hat. Jäger vermuten, dass die Tiere möglicherweise aus Gehegen stammen und gezielt in die Wildnis entlassen wurden. Zunächst wurden diese Beobachtungen den Behörden gemeldet, da die Tiermarkierungen in freier Wildbahn als ungewöhnlich gelten. Zusätzlich auffällig ist das zahme Verhalten der Hirsche. Die Praxis, Rotwild aus Gehegen auszuwildern, ist in Österreich untersagt, es sei denn, es liegt eine behördliche Genehmigung vor. Fachleute schlagen mögliche Gründe wie Blutauffrischung oder eine Stärkung des Wildbestandes vor, wobei letzteres im Großarltal als fraglich angesehen wird.

Was heißt das für Jäger? Die unklare Herkunft der Hirsche könnte Auswirkungen auf den Wildbestand und die Jagdpraxis in der Region haben. Es bleibt zu klären, ob diese Tiere rechtmäßig oder illegal in die Natur eingeführt wurden, was auch die Jagdverhältnisse in der Umgebung betreffen könnte.