In Bayern gibt es derzeit die Bestrebungen, die Bejagung des Gänsesägers für weitere fünf Jahre zu genehmigen. Laut Naturschutzverbänden wie dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) leben nur etwa 500 Brutpaare dieser seltenen Vögel in der Region. Die Bejagung, die ursprünglich zum Schutz der Äsche beantragt wurde, wird von den Verbänden stark kritisiert, da sie in erster Linie der Reduzierung der Konkurrenz für Angler dienen scheint. Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurden bereits etwa 700 Gänsesäger geschossen, wobei der Brutbestand als gefährdet eingeschätzt wird.

Was heißt das für Jäger? Die geplante Fortsetzung der Gänsesägerjagd wirft zentrale Fragen zum Artenschutz auf. Jäger sollten sich der Diskussion um die nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz seltener Arten bewusst sein, da Änderungen in der Gesetzgebung und der öffentliche Druck direkte Auswirkungen auf die Jagdpraxis haben könnten.