Im Rahmen eines bundesweiten Schwingenmonitorings haben Jäger in Deutschland über 400 Stockenten erfasst und fotografiert. Ziel dieser Aktion war es, den Zustand der Stockenten-Population zu untersuchen. Die Erfassung erfolgte mithilfe der Tierfund-Kataster-App, wobei Wissenschaftler anhand von Gefiedermerkmalen Alter und Geschlecht der Enten bestimmen konnten. Die Kooperation besteht aus dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein, der Landesjägerschaft Niedersachsen sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen, und wird finanziell vom Landesjagdverband Hessen und dem Deutschen Jagdverband unterstützt.

Was heißt das für Jäger? Die Ergebnisse zeigen, dass rund 70 Prozent der erfassten Stockenten Jungvögel waren, was auf einen hohen Bruterfolg hinweist. Dennoch ist der niedrige Anteil an adulten Weibchen besorgniserregend, da er auf hohe Prädationsraten in der Brutzeit schließen lässt.