Am 29. Oktober 2026 äußerte Univ. Doz. Dr. Armin Deutz in einem Fachartikel, dass Hautveränderungen beim Wildschwein häufig nicht allein auf Räude zurückzuführen sind. Bei einem jüngeren Tier wurden an Kopf und Körper ausgefallene Borsten sowie auffällige Gerüche festgestellt. Nickende Veränderungen deuten auf mögliche Infektionen wie Schweinepocken hin. Räudemilben, die in der Haut der Tiere parasitieren, sind weit verbreitet, zeigen jedoch oft keine klinischen Symptome, es sei denn, die Tiere sind durch andere Faktoren geschwächt. Bei einer hohen Belastung kann dies sogar zu Todesfällen führen.
Die weltweit verbreiteten Schweinepocken sind ein weiterer Grund für Hautveränderungen. Die Ansteckung geschieht über die Haut oder durch Kontakt mit infektiösem Material und kann zu Hautläsionen führen. Besonders in schlechten Haltungsbedingungen sind Jungtiere von einer hohen Erkrankungsrate betroffen.