Am 4. September 2026 hat der Deutsche Jagdverband e.V. (DJV) in seinem Newsletter die Veröffentlichung des Bundeslagebilds zur Waffenkriminalität 2025 vom Bundeskriminalamt (BKA) kommentiert. Das BKA hat das Bundeslagebild veröffentlicht, um einen Überblick über die aktuellen Trends und Herausforderungen im Bereich der Waffenkriminalität zu geben. Gemäß dem Bundeslagebild stieg die Zahl der Verstöße gegen das Waffengesetz in Deutschland 2025 um 5,5 Prozent. Die Anzahl der registrierten Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen stieg um 1,9 Prozent, während die Anzahl der Fälle, in denen mit einer Schusswaffe geschossen wurde, um 8,7 Prozent sank. Insgesamt lag der Anteil der Delikte unter Verwendung von Schusswaffen im Jahr 2025 bei 0,18 % der insgesamt 5,5 Millionen Straftaten. LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger betonte auf der Podiumsdiskussion anlässlich des Bundesjägertages in Suhl die Bedeutung moderner Waffenregelungen für Jäger und Sportschützen. Er kritisierte, dass die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik nicht zwischen Verstößen mit legalen und illegalen Waffen unterschieden wird. Dies führt zu einer Scheindebatte über weitere Beschränkungen des Waffenrechts für Jägerinnen und Jäger. Ellenberger betonte, dass Jägerinnen und Jäger in Deutschland zu den am besten überprüften Personengruppen zählen. In Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit der höchsten Anzahl an Legalwaffenbesitzern, haben lediglich 0,013 % der 150.000 Legalwaffenbesitzer Straftaten begangen. Der DJV fordert politische Entscheidungsträger auf, sich klar zu Positionieren und die Faktenlage im Bereich des Waffenrechts zu klären. Es wird vorgeschlagen, dass weitere Beschränkungen für Jägerinnen und Jäger wie eine Begrenzung der Anzahl von Langwaffen sowie die Einführung eines verpflichtenden psychologischen Eignungstests keinen Mehrwert für die innere Sicherheit bieten würden. Diese Positionen werden in der Pressemitteilung des BZL und im DJV-Analysepapier zum Bundeslagebild Waffenkriminalität detailliert erläutert. Die Jägerorganisation betont, dass es dringend erforderlich ist, dass die Menschen anhand harter Zahlen und Fakten erfahren, wer und was die innere Sicherheit tatsächlich gefährdet. Die DJV hält eine Scheindebatte für unzumutbar und fordert stattdessen eine klare und transparente Diskussion der Waffenregelungen im Interesse aller Betroffenen.
Recht · Hessen
BKA veröffentlicht Bundeslagebild zur Waffenkriminalität 2025
Jäger und Sportschützen verteidigen ihre Interessen im Kontext des modernen Waffenrechts