Am 28. und 29. August 2026 fand das 48. Österreichische Jägerschaftsschießen in der Kettner Schießarena Zangtal statt. Die Veranstaltung, die unter dem Motto 'Präzision, Verantwortung und gelebte Kameradschaft' stand, zog Mannschaften aus allen neun Bundesländern an. Ziel war es, Präzision, Konzentration und sicherer Umgang mit der Jagdwaffe zu beweisen. Die steirische Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof-Saurau betonte die Bedeutung des Bewerbs: „Über unsere Landesgrenzen hinweg entstehen Begegnungen, Freundschaften und eine Gemeinschaft, die unsere österreichische Jägerschaft auszeichnet.“ Auch der Landesschießreferent Ing. Robert Lamprecht hervorhob die Verbindung von sportlichem Wettbewerb mit verantwortungsbewusster Jagd: „Das Österreichische Jägerschaftsschießen verbindet sportlichen Wettbewerb mit dem praktischen Anspruch einer verantwortungsvollen Jagd.“ In der Kombination/Mannschaft gewann die Steiermark mit 2.229 Punkten, gefolgt von Niederösterreich (2.204 Punkte) und Kärnten (2.061 Punkte). In den Einzelwertungen sicherten sich Kevin Radl aus der Steiermark den Titel des Österreichischen Bundesmeisters 2026. Er erzielte in der Kombination 391 von 400 möglichen Punkten, in der Schrot-Wertung 196 von 200 Punkten und in der Kugel-Wertung 195 von 200 Ringen. Die herausragende Leistung von Kevin Radl wurde durch die Präzision seiner Treffer unterstrichen. Er belegte den ersten Platz sowohl in der Einzelwertung Kombination als auch in der Schrot-Wertung, während Johannes Stöger aus Niederösterreich und Manfred Buttazoni aus Kärnten die Plätze zwei und drei in der Kombinationswertung einnahmen. In der Einzelwertung Kugel standen Johannes Stöger mit 199 von 200 Ringen im Vordergrund. Zusätzlich wurde am Freitag die Wertung der Mannschaftsführer ausgetragen, bei der Bernhard Glöckl aus Niederösterreich den ersten Platz belegte. Die Veranstaltung stand nicht nur dem sportlichen Wettbewerb, sondern auch Kameradschaft und gegenseitigem Respekt im Mittelpunkt. Ein feierliches Moment des Tages gedachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verstorbenen Schützenfreunde Hans Koller aus Tirol und Franz Rexeis aus Steiermark. Beide waren über viele Jahre Teil dieser besonderen Gemeinschaft, deren Andenken im österreichischen jagdlichen Schießwesen in Ehren gehalten wird. Das 48. Österreichische Jägerschaftsschießen war ohne den Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer nicht möglich. Besonders erwähnt wurde der Beitrag des Organisationsteams um Robert Lamprecht und Sepp Adler vom Fachausschuss Schießwesen der Steirischen Landesjägerschaft sowie der Unterstützung durch Partner wie Jagd Österreich, Steirische Landesjägerschaft, Der Anblick und Kettner Schießarena Zangtal. Die Tradition wird 2027 in Tirol fortgesetzt. Das 49. Österreichische Jägerschaftsschießen findet in Kufstein statt.