Am 17. September 2026 hat das Projekt "Wildtiere & Verkehr" die Marke von 2.000 Kilometern ausgestatteter Straßen erreicht. Das erfolgreiche Initiative, die seit 17 Jahren von NÖ Straßendienst, NÖ Jagdverband und Land&Forst Betriebe Österreich (LFBÖ) betrieben wird, reduziert das Risiko von Wildunfällen auf den Straßen und schützt gleichzeitig Tiere und Menschen. In diesem Jahr wurden 6.970 Wildwarnreflektoren und -geräte installiert, was 76,6 Kilometer Straße neu ausstatten und weitere 41,6 Kilometer ein Upgrade verleiht. Diese technischen Maßnahmen werden ergänzt durch wildbiologische, jagdwirtschaftliche und straßenbauliche Maßnahmen wie eine höhere Mähfrequenz auf den Straßenbegleitstreifen. Die Investitionen in das Projekt betragen 2026 rund 98.600 Euro, wobei sich das Land Niederösterreich und die Reviere die Kosten teilen. Die Planung der Maßnahmen und die wissenschaftliche Begleitung werden vom NÖ Jagdverband finanziert. "Jägerinnen und Jäger übernehmen Verantwortung für Wild und Lebensräume und die Sicherheit der Menschen", betont Landesjägermeister DI Christoph Metzker. Die langfristige Bilanz des Projekts zeigt, dass auf ausgerüsteten Strecken die Zahl der Rehwild-Nachtunfälle um bis zu 70 Prozent reduziert werden konnte. Verkehrs- und Jagdsprecher LAbg. Keyl betont: "Sicherheit hat Vorrang. Jeder Wildunfall, den wir verhindern können, schützt Menschen und erspart Tieren unnötiges Leid." Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren ist der Schlüssel zum Erfolg des Projekts. Die Kooperation umfasst auch die Sensibilisierung von Autofahrerinnen und Autofahrern durch den NÖ Jagdverband. "Vor allem auf Straßenabschnitten durch Waldgebiete oder entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen ist erhöhte Vorsicht notwendig", appelliert Dipl.-Ing. Christof Dauda, Straßenbaudirektor-Stellvertreter in Niederösterreich. In Fällen von Wildunfällen übernimmt die Jägerschaft Verantwortung und führt bei Bedarf mit speziell ausgebildeten Jagdhunden Nachsuchungen durch. Die Land&Forst Betriebe Österreich übernehmen die Umsetzung in enger Abstimmung mit den Jägerinnen und Jägern vor Ort. Die langjährige Zusammenarbeit der Beteiligten ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Projekts, wie LFBÖ-Präsident Konrad Mylius betont: "Die Marke von 2.000 Kilometern ist nicht nur ein bedeutender Erfolg für die Verkehrssicherheit in Niederösterreich, sondern auch das Ergebnis einer außergewöhnlichen Kooperation aller Beteiligten." Projektleiter Dr. Wolfgang Steiner unterstreicht: "Erfolgreicher Wildunfallschutz funktioniert nur gemeinsam. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Straßendienst, Jagd, Tierschutz, Wissenschaft und Sponsoren."