Am 1. Dezember 2026 veranstaltet das Europäische Parlament eine Diskussionsrunde mit dem Titel "Navigating the EU Firearms Trafficking Proposal: Perspectives from Stakeholders". Unter der Leitung von MEP Alex Agius Saliba wird die Veranstaltung potenzielle Herausforderungen und Chancen der vorgeschlagenen Richtlinie zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels genauer beleuchten.
Die EU hat sich das Ziel gesetzt, den Kampf gegen den illegalen Waffenhandel durch einheitliche Regeln und Strafen innerhalb der Union zu stärken. Diese Maßnahme könnte die Harmonisierung von Strafrechtsvorschriften vorantreiben, den Austausch wichtiger Informationen über nationale Waffen-Anlaufstellen fördern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit verstärken.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung wird die praktische Umsetzung dieser Richtlinie sein, die sowohl für Hersteller, Händler als auch für nationale Behörden von Bedeutung ist. Besonders beleuchtet werden die neuen digitalen Regelungen, die 3D-Druck-Vorlagen für Feuerwaffen betreffen. Diese Neuerungen werfen wesentliche Fragen nach den rechtlichen Konsequenzen für legitime Akteure im Waffenhandel auf und fordern eine Balance zwischen dem Schutz der öffentlichen Sicherheit und der Erhaltung der Rechte legitimer Nutzer.
Die Keynote wird von einem Vertreter der Generaldirektion Inneres der Europäischen Kommission gehalten, gefolgt von einführenden Reden der MEPs Evin Incir und Malik Azmani, die beide verschiedene Perspektiven der neuen Richtlinie darstellen werden.
Zusätzlich werden Stakeholder wie Olivier Van Herstraeten von der ESFAM sowie Mauro Silvis von AFEMS und IEACS ihre Sichtweisen zu den bedeutsamen Regelungen und dessen Auswirkungen auf die legale Waffenindustrie schildern. Während der Q&A-Runde haben MEPs Vorrang bei Fragen, auch andere Teilnehmer sind eingeladen, ihre Fragen im Voraus einzureichen.
Die Veranstaltung findet von 17:00 bis 18:30 CET im Europäischen Parlament in Brüssel statt. Eine Teilnahme erfordert eine Registrierung, und aufgrund begrenzter Plätze muss die Akkreditierung vorab validiert werden.
Diese Debatte ist für alle Akteure im Bereich des Waffenrechts und der Jagd von erheblichem Interesse und könnte weitreichende Auswirkungen auf die künftige Gesetzgebung und die Ausübung jagdlicher Aktivitäten innerhalb der EU haben.