Im Herbst verwandelt sich der Wald in eine reichhaltige Nahrungsquelle für Wildtiere. In sogenannten Mastjahren produzieren viele Bäume zeitgleich große Mengen an Eicheln, Bucheckern und Wildobst, was insbesondere für das Rehwild, Rotwild und Schwarzwild entscheidend ist. Forscher haben festgestellt, dass Mastjahre, beeinflusst von klimatischen Bedingungen, das Überleben und die Fortpflanzungsrate des Schwarzwilds begünstigen und die Raumnutzung dieser Tiere verändern können. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Jagd, da sich die Suche nach Wild an den Nahrungsquellen orientieren muss.

Was heißt das für Jäger? Jäger sollten Mastjahre genau beobachten, um die Aufenthaltsorte des Wildes besser einschätzen und ihre Jagdstrategien anpassen zu können. Ein reichliches Nahrungsangebot erfordert ein Umdenken der Jagdpraktiken, da sich Wildtiere möglicherweise weniger auf landwirtschaftliche Flächen begeben und ihre Bewegungen im Revier auffallend ändern. Ein tiefes Verständnis der Mastverhältnisse kann somit für einen erfolgreichen Jagdverlauf entscheidend sein.