Eine umfassende Metastudie, die 89 wissenschaftliche Arbeiten aus 13 Ländern Afrikas südlich der Sahara analysierte, zeigt überwiegend positive Effekte der Trophäenjagd. Rund 65 Prozent der Ergebnisse belegen, dass die Jagd zur Sicherung von Lebensräumen beiträgt, indem in 92 Prozent der Fälle mehr Flächen unter Schutz gestellt werden. Zudem verbessert sich in mindestens 85 Prozent der Fälle die Einkommenssituation der lokalen Bevölkerung, was den Erhalt von Wildflächen fördert. Entscheidend für den Erfolg dieser Praxis ist, wer die Einnahmen aus der Jagd erhält; in Ländern wie Namibia und Südafrika profitieren die Gemeinden direkt, während in Tansania und Sambia der Staat eine größere Kontrolle hat und die Bilanz gemischte Ergebnisse zeigt.
Was heißt das für Jäger? Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass eine nachhaltige Trophäenjagd einen positiven Einfluss auf den Naturschutz und die lokale Bevölkerung haben kann. Die politische Betrachtung sollte die spezifischen Bedingungen und Kontextfaktoren berücksichtigen, anstatt pauschale Einfuhrverbote für Trophäen zu erlassen. Eine faire Verteilung der Jagdeinnahmen und wissenschaftlich fundierte Abschussquoten sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg der Trophäenjagd.