In Lettland wird die Wolfsjagd streng geregelt, wobei die Jagdsaison vom 15. Juli bis zum 31. März des Folgejahres dauert. Die jährliche Abschussquote liegt bei etwa 300 Wölfen. Diese wird anhand von Monitoringdaten, der Anzahl der im Vorjahr erlegten Tiere und Meldungen zu Nutztierrissen festgelegt. Neu in dieser Saison ist die Unterteilung der Quoten in Gebiete mit ständigem und sporadischem Wolfsvorkommen, die unterschiedlich behandelt werden.

Was heißt das für Jäger? Die Regulationsmaßnahmen haben direkte Auswirkungen auf die Jagdpraxis und die Struktur der Wolfsrudel. Veränderungen innerhalb der Rudel durch den Abschuss von Leitwölfen können deren Verhalten und Fortpflanzung beeinflussen. Jäger müssen nach einem Abschuss strenge Meldepflichten beachten, und die gewonnenen Daten tragen zur Zukunft der Wolfspopulation in Lettland bei.