Der Landesjagdverband Hessen (LJV) hat am 26. Oktober 2026 ein Online-Seminar mit dem Titel „Social-Media-Wissen für Fortgeschrittene“ veranstaltet, um Jagdvereine bei der effektiven Nutzung von sozialen Medien zu unterstützen. Mit insgesamt 22 Teilnehmenden aus verschiedenen hessischen Jagdvereinen wurde die Möglichkeit genutzt, die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu optimieren und die Reichweite in sozialen Netzwerken zu erhöhen.

Das Seminar, geleitet von Saskia Nieke vom Deutschen Jagdverband (DJV), fokussierte weniger auf grundlegende Informationen über die Plattformen, sondern setzte auf praxisnahe Anwendungen und spezifische Strategien. Die Teilnehmenden wurden angeleitet, eigene Vereinsauftritte auf Instagram zu überdenken, bestehende Inhalte zu optimieren und das Engagement der Zielgruppe zu steigern.

Markus Stifter, Pressesprecher des LJV, betonte zu Beginn des Seminars die immense Bedeutung von sozialen Medien in der Verbandskommunikation. Instagram ist bereits seit über zehn Jahren fester Bestandteil dieser Kommunikation. Neben der Ansprache der Mitglieder geht es auch darum, breitere Bevölkerungsgruppen zu erreichen und nachhaltige Themen wie Wildunfallprävention und Natur- und Artenschutz zu kommunizieren. Ein Beispiel für erfolgreiches Storytelling war die Schilderung eines Rehs, das während einer Hitzewelle in einen Swimmingpool fiel und dort gerettet wurde.

Für die Zukunft wird von den Jagdvereinen erwartet, dass authentische Inhalte über soziale Medien verbreitet werden, um echte Geschichten zu erzählen, die das Publikum ansprechen. Hierbei spielt die Interaktion mit den Followern eine entscheidende Rolle. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es nicht nur um den einseitigen Austausch geht, sondern auch um das Reagieren auf Kommentare und das Teilen von Inhalten anderer Partner.

Saskia Nieke verdeutlichte, wie wichtig es ist, realistische Erwartungen an das Social-Media-Engagement zu haben, insbesondere da viele Inhalte ehrenamtlich betreut werden. Es sei entscheidend, regelmäßige, aber erreichbare Publikationsfrequenzen zu finden, anstatt jeden Tag Inhalte zu produzieren. Die Mitarbeiter sollten sich auf die Erstellung authentischer Inhalte konzentrieren, die die Leidenschaft der Jägerschaft für Natur und Jagd widerspiegeln.

Der Bedarf an Weiterbildung in diesem Bereich zeigt sich auch in der aktiven Diskussion innerhalb des Seminars, wo viele Teilnehmer von positiven Erfahrungen berichteten, wie etwa der Gewinnung neuer Interessenten für Jungjägerkurse über soziale Medien. Dies unterstreicht die positiven Effekte der Vernetzung und des Austauschs zwischen Vereinsmitgliedern, LJV und DJV.

Abschließend kündigte der LJV Hessen an, diesen Weg fortzusetzen. Geplant sind weitere Fortbildungsangebote, die den Mitgliedsvereinen helfen sollen, ihre Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern und ihre Arbeit in den Bereichen Naturschutz und Umweltbildung sichtbarer zu machen. Ein wichtiger Punkt der Veranstaltung kam von Saskia Nieke: „Unperfekter Content ist besser als gar kein Content.“ Diese Botschaft soll die Vereine ermutigen, aktiv zu werden, auch wenn die Inhalte nicht immer perfekt sind.

Für interessierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter in den Jagdvereinen besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail bei LJV-Pressesprecher Markus Stifter zu melden, um über zukünftige Fortbildungsformate informiert zu werden.