In der Schweiz ist die Wolfspopulation seit Jahren im Anstieg. An einer Medienkonferenz am 3. November 2026 forderten mehrere Umweltorganisationen, darunter Pro Natura und Birdlife Schweiz, eine umfassende Überarbeitung des Jagd- und Schutzgesetzes (JSG). Sie kritisieren die aktuellen Teilrevisionen als überstürzt und rufen dazu auf, die bereits geltenden Wolfsmanagement-Strategien zuerst auszuwerten, bevor neue Regelungen eingeführt werden. Insbesondere die geplanten Abschüsse von Wölfen in geschützten Jagdbanngebieten sowie während der Aufzuchtzeit der Welpen stoßen auf Widerstand.
Was heißt das für Jäger? Die Verbände fordern, dass eine fundierte Revision des JSG nicht nur die Wolfspopulation, sondern auch das Gleichgewicht im Ökosystem berücksichtigt. Jäger müssen sich darauf einstellen, dass Änderungen in der Gesetzgebung vermehrt auf den Schutz einheimischer Arten abzielen und die Regulierung des Wolfs nicht isoliert betrachtet werden sollte.